Cai Lun (chinesisch 蔡倫 / 蔡伦, Pinyin Cài Lún, W.-G. Ts'ai Lun; * um 50; † um 121)[1] war ein Eunuch und Beamter der Behörde für Fertigung von Instrumenten und Waffen am chinesischen Kaiserhof aus Guiyang in der Provinz Hunan unter Kaiser He.
Cai Lun dokumentierte um 105 n. Chr. die Papierherstellung im östlichen Han-Reich und gilt als der Erfinder des Papieres, obwohl erwiesen ist, dass es schon seit dem 2. Jh. v. Chr. Papier gegeben hat.[2] Er beschreibt das Aufschließen (Lignine und Inkrusten) von Pflanzenfasern (Ramiegras, Bambusgras oder Maulbeerbast) und Hadern (Lumpen) und die Methode des „Verfilzens“ durch Schöpfen mit einer Form. Er nimmt aufgrund seiner Hinzufügung von Zellstoff über Baumrinde und Hanfspitzen, die zur groß angelegten Herstellung und weltweiten Verbreitung von Papier führte, einen zentralen Platz in der Geschichte des Papiers ein.