Das Nabucco-Pipeline-Projekt sah den Bau einer Pipeline vor, die Erdgas aus Aserbaidschan bis nahe an das österreichische Baumgarten an der March führen sollte, wo das zentrale Verteilerzentrum der OMV für Erdgas liegt. Nachdem im Jahr 2012 Aserbaidschan und die Türkei eine Vereinbarung über die Transanatolische Pipeline schlossen, wurde das Projekt auf „Nabucco-West“ reduziert. Das Erdgas sollte von „Nabucco-West“ an der bulgarisch-türkischen Grenze übernommen werden, wo ein Abzweig der Südkaukasus-Pipeline bestanden hätte und durch Bulgarien, Rumänien und Ungarn nach Baumgarten transportiert werden. Obwohl die EU das Projekt seit 2002 stark unterstützte, gab es unter den beteiligten Staaten keine Einigkeit. Als 2013 das Schah-Denis-Konsortium beschloss, mit der Transadriatischen Pipeline (TAP) die Türkei und Süditalien via Griechenland und Albanien zu verbinden, wurde dieses Projekt schließlich eingestellt.