Bei der Sperrzone von Tschernobyl (ukrainisch Зона відчуження Чорнобильської АЕС Sona widtschuschennja Tschornobylskoji AES, russisch Зона отчуждения Чернобыльской АЭС Sona ottschuschdenija Tschernobylskoj AES; wörtlich „Zone der Entfremdung des Tschernobyler Kernkraftwerks“) handelt es sich um ein Sperrgebiet, welches im Jahr 1986 mit einem Radius von 30 km um den havarierten Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl auf dem Gebiet der heutigen Ukraine errichtet wurde. Auf belarussischer Seite schließt sich seit 1988 das Polessische Staatliche Radioökologische Schutzgebiet an.[1]
Die Sperrzone dient dem Schutz der Bewohner in den angrenzenden Gebieten besonders vor dem radioaktiven Fallout. Mit der Einrichtung der Sperrzone ging die Evakuierung der Städte Prypjat und Tschernobyl sowie Kopatschi und weiterer Dörfer einher, die sich innerhalb dieses Gebietes befanden. Der Zugang zu diesem Sperrgebiet wird von der ukrainischen Miliz kontrolliert und ist nur mit Genehmigung gestattet.
Zeitweise war ein Besuch der Sperrzone auch für Touristen möglich, aber das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit rät, aufgrund möglicher Folgeschäden durch Strahlenexposition, weiterhin davon ab.[2]
Aufgrund der Russischen Invasion der Ukraine seit 2022 wurden für die Dauer des Kriegsrechts die Genehmigungen zum Besuch der Zone ausgesetzt.[3] Wölfe in der Region zeigen Mutationen auf, die in der Krebstherapie helfen könnten.[4]