Theoretische Chemie ist die Anwendung nichtexperimenteller (üblicherweise mathematischer oder computersimulationstechnischer) Methoden zur Erklärung oder Vorhersage chemischer Phänomene auf der Grundlage physikalischer Theorien (Quantenmechanik, statistische Thermodynamik u. a.).[1] Aber auch Kraftfeldmethoden, die auf klassischer Mechanik beruhen, werden eingesetzt. Daher beschäftigt sie sich in erster Linie mit der Entwicklung beziehungsweise Weiterentwicklung von physikalisch-mathematischen Methoden, mit denen die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Materie berechnet werden können. Die Umsetzung erfolgt heutzutage als computertechnische Implementierung (Programme oder Software). Die in der theoretischen Chemie entwickelten Computerprogramme und Methoden werden auch im Rahmen der Chemoinformatik zur Lösung von chemischen Problemstellungen weiter- oder mitverwendet.[2][3]